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1) Wenn die gegenwärtige Zunahme der Weltbevölkerung, der
Indust-rialisierung, der Umweltverschmutzung, der Nahrungsmittelproduktion der
Ausbeutung von natürlichen Rohstoffen unverändert anhält, werden
die absoluten Wachstumsgrenzen auf der Erde im Laufe der hundert Jahre erreicht.
Mit großer Wahrscheinlichkeit führt dies zu einem ziemlich raschen
und nicht aufhaltbaren Absinken der Bevölkerungszahl und der industriellen
Kapazität.
2) Es erscheint möglich, die Wachstumstendenzen zu ändern und einen
ökologischen und wirtschaftlichen Gleichgewichtszustand
herbeizuführen, der auch in Zukunft aufrechterhalten werden kann. Es
könnte so erreicht werden, daß die materiellen Lebensgrundlagen
für jeden Menschen auf der Erde sichergestellt sind.
Generell muß der Grundsatz gelten: "WIR MÜSSEN MIT DER NATUR
RECHNEN". Das derzeitige Wachstum wird auf Kosten der Natur und Umwelt
erkauft.
Als Extrembeispiel wurde auf das "Wirtschaftswunder" in Asien, wie z.B. Taiwan
oder China, verwiesen. Der "CLUB OF ROME"-Bericht dazu: "Aus Bequemlichkeit
ignorieren wir dabei die enormen Kosten dieses Wunders: die ökologische
Zerstörung, die Plünderung der Ozeane, den Verbrauch natürlichen
Kapitals dieser Regionen, die unterbezahlten Arbeiter und die fehlende soziale
Absicherung".
III) Lösungsansätze:
Seit dem ersten Bericht gab es bereits viele Lösungsansätze, die aber
nur sehr zaghaft verwirklicht werden: z.B. das Toronto-Ziel der CO2
Reduktion oder die gemeinsam beschlossene FCKW-Reduktion). Meistens scheitern
sie an einzelnen Staaten, z.B. die Ölstaaten, die dadurch
größere Nachteile erleiden müßten. Das globale Handeln hat
sich noch nicht richtig durchgesetzt.
Es ergibt sich eindeutig: Unser Bevölkerungs- und Produktionswachstum ist
ein Wachstum zu Tode. Dieser Teufelskreis kann nur durch radikal Änderung
unserer Denkgewohnheiten, Verhaltensweisen und Gesellschaftsstrukturen
durchbrochen werden. Fortschrittsglaube und Leistungswillen dürfen sich
nicht länger an der Zuwachsrate des Bruttosozialprodukts ausrichten.
Die Menschheit kann nur überleben, wenn sie sich in jeder Hinsicht
beschränkt. Sie müßte die umweltschonendsten Techniken nutzen,
das Ackerland nachhaltig bearbeiten, die Industrieproduktion drosseln und den
Konsum senken.
Auch die Wachstumsrate gehört deutlich herabgesetzt. Unser Reichtum kommt
uns immer teuerer zu stehen.
Jedes Jahr zeigt sich, daß unsere Wirtschaft wieder um einige Prozente
gewachsen ist. Ein Großteil dieses Wachstums wird wieder aufgefressen
durch erhöhte Ausgaben für Umweltschutz, Investitionen
Der "CLUB OF ROME" plädiert für die Einführung eines sog. "NACH-HALTIGEN
SOZIALPRODUKTS", daß anders als beim BSP bisher auch den Verbrauch der
Natur und Umwelt miteinbezieht. Generell müssen bei allen Wirtschaftsdaten
die ökologische Komponenten, d.h. die wahren ökologischen Kosten,
miteingerechnet werden. Der einfachste Weg, die technische Entwicklung in eine
neue Richtung zu lenken liegt darin, die Preise die "ökologische Wahrheit"
sprechen zu lassen. Weiters fordert der "CLUB OF ROME" die Rohstoffpreise jährlich
um 5% anzuheben und die Beschneidung von Subventionen für ökologisch
problematische Faktoren. Weiters sollten Steuern auf nicht erneuerbare Energieträger
eingehoben werden. Die dadurch zu erwartenden Produktivitätsgewinne würden
allen zugute kommen.
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