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b) Welternährung:
Jahrzehntelang wuchs die Nahrungsmittelproduktion auf der Welt schneller als die
Menschheit. Doch nun zeigen die Äcker in ganzen Regionen
Ermüdungserscheinungen, die Massentierhaltung stößt an ihre
Grenzen und die Ozeane sind bald leergefischt. Ohne eine zweite grüne
Revolution lassen sich die Massen der Zukunft nicht ernähren. Ein weiteres
Problem ist die ungleiche Verteilung der Nahrung. Während die
Industrieländer Überschüsse tonnenweise auf die Müllhalde
gekippt werden, verhungern in den Entwicklungsländern täglich 35.000
Menschen an den Folgen der Unterernährung.
Seit 1945 ist ein Weideland in der Größe von China und Indien
zusammen verlorengegangen und der Verlust ist nicht aufzuhalten. Die
Qualität der Böden ist auch im Abnehmen begriffen. Der Pestizideinsatz
hat sich seit dem Beginn der grünen Revolution vervielfacht.
c) Umweltzerstörung:
Seit in den Industrienationen der technische "FORTSCHRITT" und maßloser
Konsum erhoben wurden, ist in einem Zeitraum von nur wenigen Jahrzehnten die
Gefahr einer unwiderruflichen Zerstörung des schmalen Spielraums für
irdisches Leben heraufbeschworen worden. Dies ist die Kehrseite einer geradezu
explosionsartigen Technisierung und Chemisierung der Umwelt.
Ernste Gefahren drohen dem Menschen vor allem in bezug auf:
LUFTVERSCHMUTZUNG (Treibhauseffekt, Ozonloch)
WASSERVERSCHMUTZUNG
WACHSENDE MÜLLBERGE (Industrienationen)
ABHOLZUNG DER WÄLDER (z.B.: Brasilien)
d) SEUCHEN, KRANKHEITEN:
Infektionskrankheiten haben den Menschen schon immer begleitet. Wie bei allen
anderen Lebewesen wirkten sie auch bei ihm lange als Bevölkerungsregulativ,
das erst von der modernen Medizin ausgeschaltet wurde. Doch die Geißeln
der Menschheit lassen sich nicht ausrotten. Seuchen - von Aids bis TBC - sind
wieder im Vormarsch.
II) Der Mensch verfügt durch Wissenschaft und Technik über die Macht,
die Schöpfung und damit seine eigene Lebenssubstanz zu vernichten (z.B.:
Atomwaffen). Er fragt nicht, ob alles was machbar ist, eher seinem Untergang als
seiner Zukunft dient.
Der Mensch ist buchstäblich zum Schöpfer einer neuen Welt geworden
durch die Eroberung des Kosmos, durch die Entwicklung der Gentechnik, der
Atomenergie oder der Computertechnik.
III) Die Welt rückt immer näher zusammen. (Stichwort "RAUMSCHIFF
ERDE") Das Schicksal eines jeden Staates hängt von allen anderen ab und
umgekehrt. Dieser Prozeß wird aber zugleich durch Anarchie und weltweites
Chaos auf Grund des Kampfes aller gegen alle bedroht.
IV) Der Mensch gebraucht den Mitmenschen und die Natur als bloßes Mittel
für sich selbst. Es entsteht der Zwang zum "Noch Mehr". Er ist immer
bestrebt seinen Lebensstandard zu erhöhen, auch auf Kosten anderer.
Diese Entwicklungen sind natürlich vorhergesehen worden, diese Fragen waren
Gegenstand einer umfangreichen Untersuchung. Der sog. "CLUB OF ROME", ein Team
vom 22 Wissenschaftlern hat diese Fragen eingehend untersucht. 1972 gaben sie
ihren ersten Bericht heraus. Die "GRENZEN DES WACHSTUMS" hatten die
Weltöffentlichkeit aufgerüttelt, der Bericht wurde zum Anstoß
für den breiten Durchbruch der Ökobewegung. Die neuesten Erkenntnisse
zeigen aber, daß die damaligen Aussagen nicht nur bestätigt, sonder
auch noch im negativen Sinne übertroffen wurden. Sie sind zu folgendem
Ergebnis gekommen:
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